Räume in Bewegung

Kunstvoll wohnen. Sinnlich leben.

Seit 2010 betreibt die in Wien lebende Fotografin Melanie Prusa den Interior Design- & Lifestyle Blog Wiener Wohnsinn. Darin porträtiert sie Menschen und ihre Wohnumgebung – und erzählt davon, wie Räume und Leben einander formen.

Ein Zuhause, das nie ganz fertig ist

Ihr Blick ist geprägt von einem Alltag, der nie langweilig wird: vielfältige Projekte, die sie auch ins Ausland führen, Familie, Hobbies und ein Zuhause, das sie immer wieder neu kuratiert.

Kunst ist für Melanie nie nur dekoratives Beiwerk. Sie begleitet sie schon lange – durch verschiedene Räume und Wohnsituationen. Künstlerische Arbeiten treten als eigenständige Präsenz im Raum auf, wandelbar und immer Teil einer größeren Erzählung.

Woran man merkt, ob ein Raum stimmig ist, beschreibt sie unaufgeregt: „Ein Raum darf nicht versuchen, zu viel zu sein. Er funktioniert dann, wenn er mit dem arbeitet, was vorhanden ist.“

Licht, das den Raum verändert

Entscheidend ist für sie das Licht – wie es auf Oberflächen fällt und wie sich die Stimmung im Lauf des Tages verändert. Erst im Erleben der Jahreszeiten – so meint sie – bildet sich ein Gefühl für den Raum und seine besondere Qualität.

In diesem Gefüge bleibt Kunst beweglich. Bilder dürfen ihre Position wechseln und neue Beziehungen im Raum eingehen.

Kunst als offene Präsenz

Zur Abstraktion hat die Fotografin eine besondere Beziehung.

Diese Haltung prägt ihre Wahrnehmung von Kunst – nicht als etwas Festgelegtes, sondern als etwas, das sich im Erleben entfaltet.

Wenn Melanie sich für ein Kunstwerk entscheidet, dann spontan und aus vollem Herzen. So fand auch Undertow einen Platz in ihrem Zuhause. Ihren Hang zu Blautönen erklärt sie mit entwaffnender Selbstkenntnis: „Ich bin eben eine Fische-Frau.“

Im Gespräch bleiben: ArtLetter

Gelegentliche Einblicke aus dem Atelier, neue Arbeiten und Ausstellungsinformationen.